Yacht Monitor Navigation

Ratgeber: PC & Monitor sturmsicher auf dem Boot montieren

Vor rund 20 Jahren begann der Einzug von PCs an Bord von Yachten. Wie so oft in der Sportschifffahrt, wurde dieser Trend von der Seeschifffahrt übernommen, wo Computer schon lange zur Selbstverständlichkeit gehörten. Es waren die erfahrenen „Seebären“, die als erste die Vorteile der elektronischen Navigation erkannten und auf ihren Törns für sich nutzen wollten. Da war es nur noch ein kleiner Sprung zum Computer auf der Yacht.

Shuttle DX30

Shuttle DX30

Also ein Notebook – damals hießen sie noch Laptop – an Bord, irgendwie mit der Bordspannung „füttern“, GPS-Empfänger anschließen und schon konnte die moderne Navigation beginnen. Der neidische Blick des Stegnachbarn war einem sicher.
Stationäre PCs waren auf Yachten völlig ungeeignet. Sie waren zu groß und verbrauchten gerne mehrere 100 Watt. Für Segler undenkbar viel Strom. Doch wie schützt man das Notebook vor Stürzen? Die eigenartigsten Konstruktionen sollten helfen. Von einem hässlichen konstruierten Bügel über dem Gerät bis zu Klebepads war alles zu finden. Immer lief es aber darauf hinaus das Notebook auf dem Navitisch zu befestigen.

Diese Zeiten sind schon lange vorbei. Leistungsstarke Computer in einem Gehäuse, kaum größer als eine Zigarrenschachtel, sind eine Selbstverständlichkeit. Der Taiwanesische Hersteller Shuttle hat sich auf diese Winzlinge spezialisiert und bietet vom unteren Bereich für die Navigation mit einer Leistungsaufnahme von deutlich unter 20 Watt bis zur Powermaschine mit Core-i7-Prozessor eine breite Palette an. Auch die Spitzengeräte brauchen lediglich 50 Watt und sind mit den ersten Bord-PCs nicht mehr zu vergleichen.

Geringer Stromverbraucht bedeutet auch geringe Wärmeentwicklung. Ja, es gibt sogar Bord-PCs, die ohne Lüfter für den Dauerbetrieb 24/7 vorgesehen sind. Es wird lediglich ein Platz mit natürlicher Luftzirkulation benötigt. Das kann ein belüfteter Schapp oder eine Backskiste sein. Ein sturmsicheres Haltesystem liegt dem Shuttle-PC bei.

Der Yacht-PC ist sicher untergebracht und wird jedem Sturm standhalten, wenn man folgende Tipps beherzigt:

  • vorausgesetzt als Massenspeicher wurde nicht eine alte HDD-Festplatte sondern eine moderne SSD verbaut.
  • der Monitor muss nicht in unmittelbarer des PCs platziert werden. Die maximale Länge eines HDMI-Kabels sollte jedoch 10 m nicht überschreiten.
  • das Display-Port-Kabel kann bis zu 15 m lang sein.

Für den Monitor an Bord empfehlen wir zudem:

  • VESA Kugelkopf-Halter

    VESA Kugelkopfhalter für die Tisch- oder Deckenmontage

    Der Montageort des Monitors kann auch bei engen Platzverhältnissen auf der Yacht flexibel ausgewählt werden, wenn das Haltesystem mit einem Kugelkopf ausgestattet ist. Keine Angst, Kugelkopfhalterungen können mit einer enormen Kraft den so Monitor festhalten, dass auch bei schwerem Wetter keine Gefahr besteht. Der eigentliche Vorteil dieser Montageart liegt in der flexiblen Ausrichtung des Monitors. Er kann nach oben und unten, ebenso wie rechts und links um jeweils 45° geschwenkt werden.

  • Kugelkopfhaltesysteme für die Wand- und Tischmontage nutzen, denn diese eignen sich natürlich auch zur Deckenmontage und somit bleibt der Navitisch, bis auf Tastatur und Trackball, frei. (Alternativ zu den Kugelkopfhalterungen bleibt noch der VESA-Halter, der flach an die Wand geschraubt wird und kaum 20 mm Platz braucht.)
  • Last but not least noch der Hinweis auf ein Schnellkupplungssystem, mit dem der Monitor ohne Werkzeug mit einem Handgriff demontiert werden kann. An fremden Liegeplätzen kann das Verstauen von Hightech-Geräten durchaus sinnvoll sein.

 

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