Erfahrungsbericht: 3 Jahre Weltumsegelung

Wir freuen uns immer wieder über tolle Reiseberichte unserer Kunden, wie diesen von Familie Bey aus Hamburg. Gabi, Jan und Juergen Bey sind seit Juni 2012 dabei, die Welt zu umsegeln. Ihre bisherigen Erlebnisse haben sie für uns und für Sie niedergeschrieben. Das möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten und freuen uns natürlich auch über Ihre Gedanken und Fragen dazu:

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Seit Sommer 2012 segeln wir um die Welt. Wir, das sind Gabi, Jan und Juergen, eine Familie aus Hamburg. Jan, unser Sohn, ist der Skipper, denn nur er hat die notwendigen Segelscheine und Funklizenzen. Unser Boot ist eine Reinke Hydra, Baujahr 1982 mit dem Namen Voyager. Sie ist als Semicutter getakelt, also eine Slup mit zwei Vorsegeln und einem Großsegel. Der Rumpf hat eine Länge von knapp 15 Metern und ist aus Stahl gebaut. Das Boot ist extrem stabil und als Hochseeyacht mit allen notwendigen Rettungs- und Funksystemen ausgerüstet.
Im Jahr 2005 haben wir Voyager gekauft und anschließend 5 Jahre auf der Ostsee gesegelt. So haben wir das Boot und seine Segeleigenschaften gut kennengelernt. Ab 2009 haben wir das Boot dann fast zwei Jahre lang in Hamburg für unsere Weltumsegelung vorbereitet. Es gab viel zu tun, und so haben wir fast jedes Wochenende und unsere Urlaube in dieser Zeit im Yachthafen Harburg verbracht. Im Sommer 2011 war dann endlich alles fertig und wir haben sogar noch die Zeit für einen zweiwöchigen Erprobungstörn nach Kopenhagen gefunden. Hieraus haben sich dann noch ein paar kleinere Nacharbeiten ergeben, die wir bis zum Juni 2012 erledigt hatten.
Und dann, am 26. Juni 2012, ging es endlich los. Wir alle hatten unsere Jobs gekündigt, das Haus eingemottet und uns von unseren Freunden und der Familie verabschiedet.  Der erste Stopp war Helgoland, denn hier wollten wir unsere Dieseltanks mit günstigem Treibstoff auffüllen. Am nächsten Tag ging es weiter in Richtung Niederlande. Es war unser erster Törn auf der Nordsee und alle waren etwas aufgeregt. Nachts zog dann auch prompt eine Gewitterfront mit 7 bis 8 Windstärken über uns hinweg. Das war genau die richtige Einstimmung auf das was uns während der nächsten Jahre erwarten sollte.
So schlimm ist dann aber doch nicht gekommen. Bis jetzt haben wir keinen schweren Sturm erlebt und hoffen, dass wir ohne dieses Erlebnis auch wieder nach Hause kommen. Natürlich gab es immer mal schlechtes Wetter und manchmal war es auch nicht wirklich angenehm, aber es war zu keiner Zeit gefährlich und niemand hatte richtig Angst.
Unsere Route führte über die Kanarischen Inseln in die Karibik, weiter nach Panama, durch den Panamakanal in den Pazifischen Ozean. Hier war unser erstes Ziel das Galapagos Archipel. Von da aus ging es nach Französisch Polynesien mit den Marquesas Inseln, den Tuamotu Atollen bis zu den Gesellschaftinseln und weiter über Rarotonga und Niue nach Tonga und Neuseeland. Hier haben wir sechs tolle Monate verbracht bevor wir weiter über Fiji, Vanuatu und dem Louisiaden Archipel nach Australien gesegelt sind.
Von Australien ging es dann weiter quer über den Südindischen Ozean mit Zwischenstopps auf den Weihnachtsinseln, Cocos Keeling, Rodriquez und Mauritius nach Südafrika. Um Das Kap der Guten Hoffnung ging es weiter in den Südatlantik und anschließend über Namibia und St. Helena zurück in die Karibik. Bis jetzt waren das ungefähr 35.500 Seemeilen oder 65.700 Kilometer.
Alle unsere Erlebnisse hier zu schildern würde den Rahmen diese Blogs sprengen. Allerdings verweisen wir gern auf unseren Blog auf www.sailblogs.com/member/segelurlaub2011/ . Hier kann jeder Interessierte nachlesen wo wir waren und was wir unterwegs erlebt haben.
Wir hatten unsere Reise von Anfang an für drei Jahre geplant und sind jetzt im Frühsommer 2015 auf dem Heimweg. Vor gut 8 Wochen, Ende März 2015, haben wir die Weltumsegelung vollendet als wir in Martinique unser Kielwasser vom Frühjahr 2013 gekreuzt haben. Im Moment liegen vor  St. Maartin und warten auf das richtige Wetter um den Atlantik zu den Azoren zu überqueren. Aller Voraussicht nach werden wir per Ende Juli 2015 wieder in Hamburg ankommen.

 

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ISY-Ausstattung:
Mit an Bord sind unter anderem AIS-Rettungssender für den Seenotfall, sowie elektronische Seekarten und AIS-Transponder aus unserem Shop.

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